Hünxer CDU besuchte Gedenkstätte am 24. März 2010
In jedem Frühjahr führt der CDU-Gemeindeverband Hünxe für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eine Informationsfahrt nach Berlin durch. Am 24. März 2010 gab es in Berlin für die 65-köpfige Reisegruppe aus Hünxe ein Treffen mit Jürgen Litfin, Bruder des ersten „Mauer“-Toten Günter Litfin, der am 24. August 1961 (11 Tage nach dem Mauerbau) von DDR-Organen beim Fluchtversuch von Ost- nach West-Berlin im Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal in der Nähe des Lehrter Bahnhofs (heute Berliner Hauptbahnhof) erschossen wurde. Jürgen Litfin hat für seinen ermordeten Bruder Günter in einem ehemaligen DDR-Wachturm auf Spendenbasis eine Gedenkstätte begründet und eingerichtet. Der Hünxer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Wilhelm Windszus machte von und in der Gedenkstätte Fotos, von denen er hier zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands im Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft der SED in der DDR einige veröffentlicht.
Jürgen Litfin (Bildmitte), Bruder des ersten Mauer-Toten Günter Litfin, im Gespräch mit Hünxer Bürgern, im Moment der Aufnahme mit dem Bruckhausener Siegfried Rönnebeck. Rönnebeck selbst ist Heimatvertriebener aus Ostpreußen, der zunächst in der DDR landete. Im Sommer 1954 flüchtete Siegfried Rönnebeck mit seiner Mutter vom sachsen-anhaltinischen Stendal über West-Berlin in den freien Westen Deutschlands.
In diesem alten DDR-Wachturm ist die Gedenkstätte für den ersten Mauer-Toten Günter Litfin untergebracht. Die Bausubstanz auf der rechten Seite hinter dem Wachturm entstand erst nach dem Fall der Mauer, die Bausubstanz zur linken Seite war schon zur Zeit der Teilung vorhanden. Sie wurde allerdings natürlich erst nach der Wiedervereinigung Berlins renoviert.
Gedenktafel für den ersten Mauer-Toten Günter Liftin, aber auch für alle anderen Opfer, die an der Berliner Mauer zu Tode kamen, weil sie von Ost-Berlin nach West-Berlin überwechseln wollten.
Der Eingang in die Gedenkstätte für Günter Litfin, untergebracht in einem alten Wachturm der DDR-Grenztruppen
Im Wachturm der DDR-Grenztruppen: Aufstieg vom Eingang in die Zwischenetage
Im alten Wachturm der DDR-Grenztruppen: Der Aufstieg vom Eingang in die Zwischenetage
Der Aufstieg von der Zwischenetage des ehemaligen DDR-Wachturms in die oberste Etage
Fotomaterial in der Zwischenetage des DDR-Wachturms zeigt die Situation zur Zeit der Teilung Berlins und im Vergleich dazu von heute
In der Zwischenetage des einstigen DDR-Wachturms hören die Besucher aus Hünxe aufmerksam den Ausführungen von Jürgen Litfin, dem Bruder des ersten Mauer-Toten, zu.
Der Zugang zur obersten Etage des einstigen DDR-Wachturms
In der Gedenkstätte im ehemaligen DDR-Wachturm: Es wird an den Mord an Günter Litfin, dem ersten Mauer-Toten, erinnert.
Die Besuchergruppe aus Hünxe in der obersten Etage des früheren DDR-Wachturms
Einige Figur, die einen DDR-Grenzsoldaten in voller Montur beim Blick aus dem Wachturm darstellt
Vor dem DDR-Wachturm mitten in der früheren Todeszone. Der neu hergestellte Weg wurde früher von den Grenzorganen der DDR bei ihren motorisierten Streifentouren entlang der Mauer genutzt.
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