Unser Programm
Unser Programm für die kommenden sechs Jahre:


1. Eine lebenswerte Gemeinde für Jung und Alt
2. Stabile Finanzen
3. Kultur- und Heimatpflege
4. Schule, Bildung und Sport
5. Ordnung und Sauberkeit - Erscheinungsbild unserer Gemeinde
6. Infrastruktur sichern und weiterentwickeln
7. Wohnen und Bauen
8. Starkes Land - Außenbereiche stärken
9. Die Wirtschaft als Motor unserer Gemeinde
10. Sanierungskonzept der Verkehrswege



1. Eine lebenswerte Gemeinde für Jung und Alt

Hünxe muss für junge Familien attraktiv und bezahlbar bleiben. Dem werden wir beim Planungsrecht und bei den Steuern Rechnung tragen. Der immer größeren Zahl von älteren Mitbürgern muss ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Das Miteinander der Generationen muss gefördert und die Barrieren im öffentlichen Raum müssen abgebaut werden.


2. Stabile Finanzen

Die Sanierung unserer Infrastruktur machte die Aufnahme zusätzlicher Schulden erforderlich, wobei es sich größtenteils um Pflichtaufgaben handelte. Das zeigt, dass ein soziales Gemeinwesen nicht immer ohne neue Schulden auskommen kann. Konkret bedeutet dies, dass nach Abschluss der beschlossenen Maßnahmen der Schuldenstand steigen wird  von gut 10 Millionen jetzt auf dann über 14 Millionen €. Das sind gut 1000 € pro Einwohner (Vergleich OB 9500 €). Damit sind wir verschuldet, aber nicht überschuldet oder gar pleite. Unsere Verbindlichkeiten können wir bedienen.
Damit wir jedoch hier nicht den Überblick verlieren, fordert die CDU die Einführung einer gemeindlichen Schuldenbremse, damit künftige Generationen nicht von einer zu großen Schuldenlast erdrückt werden.


3. Kultur- und Heimatpflege

Die Vereine machen einen ganz wesentlichen Teil unserer Kultur- und Heimatpflege aus. Viele unserer Mitbürger sind Mitglied in einem oder mehreren Vereinen. Das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen verdient unseren Respekt und muss gefördert werden. Die CDU spricht sich ausdrücklich für die Unterstützung des Vereinslebens aus. Die Vereine sollten daher nicht durch alle möglichen Nutzungsentgelte für öffentliche Einrichtungen zur Kasse gebeten werden.


4. Schule, Bildung und Sport

Den Grundschulen kommt in allen drei Hauptortsteilen ein hoher Stellenwert zu. Der Erhalt aller drei Schulstandorte stellt vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen eine große Herausforderung dar. Die CDU bejaht ausdrücklich den Fortbestand der Standorte, solange es möglich ist.
Die Gesamtschule Hünxe ist unsere einzige weiterführende Schule in der Gemeinde mit einer außerordentlich hohen Akzeptanz bei Schülern und Eltern. Davon zeugt die hohe Übergangsquote von 70% nach der Grundschulzeit. Trotz ihrer bekannt guten Qualität kann die Schule nicht allein von Hünxer Schülern existieren. Die CDU unterstützt ein regionales Gesamtkonzept für weiterführende Schulen, in dem die Gesamtschule Hünxe ihren festen Platz hat und regelmäßig die Beschulung von Kindern aus Nachbarkommunen anbietet.
Nachdem die Sanierung des Hünxer Sportplatzes beschlossen wurde, müssen auch die anderen Plätze in Bruckhausen und später Drevenack in Anlehnung an den tatsächlichen Bedarf saniert werden. Aus finanziellen Gründen Kann es aber nur einen gemeindlichen Kunstrasenplatz geben. Nach Sanierung der Plätze sollen diese dann zur Pflege in die Hände des jeweiligen Vereins gegeben werden, um hier Kosten für den gemeindlichen Bauhof einzusparen.


5. Ordnung und Sauberkeit - Erscheinungsbild unserer Gemeinde

Das Erscheinungsbild unserer Ortsteile ist immer wieder Gegenstand von Bürgerbeschwerden und öffentlichen Diskussionen. Zuständig ist hierfür hauptberuflich der gemeindliche Bauhof, dessen Mitarbeiter für diese Tätigkeit vergütet werden. Da in einer großen Flächengemeinde der Bauhof dies nicht alleine kann, ohne unsere Finanzmittel übermäßig zu belasten, sind die Bürger zur Mithilfe aufgerufen. Die CDU-Fraktion hat daher den Antrag gestellt, dass in Wohngebieten die Grünflächen im Rahmen einer Patenschaft gepflegt werden. Für zentrale Anlagen und Straßen soll der Bauhof zuständig bleiben. Hundehalter sollen verstärkt angehalten werden, die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde generell mittels Hundeboxen zu entsorgen. Nur gemeinsam kann Hünxe wieder eine schöne Gemeinde werden.

Kriminalität: In Hünxe werden in den letzten Monaten immer mehr Einbrüche verübt. Auch Überfälle auf offener Straße sind leider nicht mehr die Ausnahme. Die CDU fordert daher dringend eine verstärkte Polizeipräsenz auf unseren Straßen. Daneben sind auch Bürger aufgerufen mithelfen, um durch offene Augen im Rahmen von Nachbarschaftshilfen der Kriminalität zu begegnen.


6. Infrastruktur sichern und weiterentwickeln


In den letzten Jahren konnte die Gemeinde Hünxe im Rahmen des Nothaushaltsrechtes keine Sanierungsmaßnahmen durchführen. Dadurch sind zwar unsere Schulden von 14 Millionen auf 10 Millionen gefallen. Aber unsere Infrastruktur hat darunter sehr gelitten.

Die CDU unterstützt ausdrücklich die Sanierung unserer notwendigen Infrastruktur, selbst wenn dadurch vorübergehend mehr Kredite aufgenommen werden müssen. Dabei ist selbstverständlich die Gesamtbelastbarkeit der Steuerzahler im Auge zu behalten und es dürfen gerade vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen nur tatsächlich notwendige Projekte in Angriff genommen werden. Schuldenfreiheit einer Gemeinde ist kein Allheilmittel und hier auch nicht umsetzbar. Wir sehen hierdurch vielmehr die große Gefahr eines weiteren Verfalls der öffentlichen Infrastruktur. Es darf nicht soweit kommen, dass sich nur noch Wohlhabende ihre eigene Infrastruktur halten und der Rest verfällt.


7. Wohnen und Bauen

Obwohl das Interesse am Wohnen in Hünxe ungebrochen ist, so werden doch die möglichen Baugebiete in Zukunft durch Landesrecht extrem eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund müssen nach Ansicht der CDU die noch möglichen Baugebiete und Baumöglichkeiten rasch umgesetzt werden.
Dabei ist auf eine Abrundung der Ortskerne und die Innenraumverdichtung zu achten. Insbesondere in Drevenack muss die Gemeinde ihren Einfluss für die Erstellung barrierefreien Wohnraums geltend machen. Maßnahmen, die zu einer künstlichen Verknappung des Wohnraumes führen und damit Hünxe für viele Menschen unerschwinglich machen, lehnt die CDU ab.


8. Starkes Land - Außenbereiche stärken

Die Landwirtschaft prägt wesentlich das Erscheinungsbild unserer schönen Landgemeinde. Die CDU unterstützt ausdrücklich den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe. Die Gemeinde darf diese nicht durch übermäßige Kosten und Überbürokratisierung in ihrer Existenz gefährden.
Die Windenergie ist nach Ansicht der CDU ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Energiewende. In unserer Gemeinde weht allerdings nur an wenigen Flächen genügend Wind für eine wirtschaftliche Nutzung. Die gemeindliche Planung ist auf diese wenigen Flächen zu beschränken. Eine Zerstörung unseres Landschaftsbildes durch Wildwuchs an Windenergieanlagen lehnt die CDU hingegen ab.


9. Die Wirtschaft als Motor unserer Gemeinde


Dank unserer florierenden Wirtschaft und hohen Gewerbesteuerzahlungen stehen die gemeindlichen Finanzen nun wesentlich besser dar als noch vor Monaten gedacht. Die CDU setzt daher für ein weiteres Wachstum unserer Wirtschaft ein. Übermäßige bürokratische Hürden sind zu vermeiden und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund wird sich die CDU für den Erhalt des RAL-Zertifikates "Mittelstandsfreundliche Kommune" einsetzen. Einen übertriebenen Artenschutz zu Lasten von Wachstum und Arbeitsplätzen sieht die CDU kritisch. Insbesondere bereits ausgewiesene Industrieflächen sollten von derartigen Betrachtungen ausgenommen werden.
Auch dem unzureichenden Angebot an Gewerbeflächen ist zu begegnen. Die im Gebietsentwicklungsplan (GEP) vorgesehenen Flächen in Bucholtwelmen sollen im Rahmen eines regionalen Bedarfs in Planungsreife überführt werden. Auch die Verwirklichung des Gewerbegebietes zwischen Hardtbergweg und Altem Pastorat soll nach Jahrzehnten angepackt werden.


10. Sanierungskonzept der Verkehrswege

Viele Verkehrswege unserer Gemeinde sind gerade in den Außenbereichen in schlechtem Zustand und harren einer Instandsetzung. Auch sind diese den heutigen Anforderungen der Landwirtschaft durch immer größere Maschinen nicht mehr gewachsen. Auch für den immer wieder beschworenen Naherholungstourismus wirkt dieser Zustand wenig einladend. Die CDU hat daher schon seit längerem ein Sanierungskonzept des Wegenetzes angemahnt, welches vom zukünftigen Rat in Angriff genommen werden soll. Dabei ist auf eine gerechte Lastenverteilung zu achten und eine einseitige Belastung der Landwirtschaft zu vermeiden.